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Kloster Lorch
Grablege der Staufer mit viel Programm
Motiv der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Programm zum Themenjahr 2025Macht und Widerstand

Das Themenjahr 2025 zeigt das Ringen um Freiheit und Gerechtigkeit auf. Vor 500 Jahren erhob sich der „gemeine Mann“ im sogenannten Bauernkrieg. Für Jahrhunderte gab es immer wieder Konflikte gegen die Herrschenden – die Spuren davon sind in den Monumenten zu sehen, so auch in Kloster Lorch.

Kloster Lorch, Staufer-Tumba im Mittelschiff der Klosterkirche

Die Staufer: präsent in der Klosterkirche.

Grablege für eine mächtige Herrscherfamilie

Kloster Lorch wurde von den Staufern, einer mächtigen Dynastie des 12. und 13. Jahrhunderts, gestiftet und diente ihnen als Grablege. Im Zentrum der Klosterkirche steht die Staufer-Tumba: Unter diesem spätgotischen Grabmal liegen die prominenten Toten. Zwei Eckfiguren der Tumba tragen ein Kirchenmodell – sie stellen wohl die Stifter des Klosters dar: Herzog Friedrich und Agnes von Waiblingen oder deren Sohn, König Konrad III., und seine Frau Gertrud. Die Grabplatte zeigt das Staufer-Wappen. Die drei Löwen finden sich heute im baden-württembergischen Landeswappen.

Kloster Lorch, Luftbild

Der teilweise erhaltene Kreuzgang verband die Klosterkirche mit der Prälatur.

Der Bauernkrieg: Zerstörung im Kloster

Wie alle mittelalterlichen Benediktinerklöster war Lorch nach einem Schema aufgebaut, das dem Leben der Mönche entsprach. Die Kirche war das zentrale Gebäude, direkt gefolgt vom Kreuzgang: Arkadengänge mit einem Innenhof, umgeben von den Wohnräumen der Mönche. Auf dem Luftbild sieht man, dass zwei Flügel komplett und einer zur Hälfte fehlen. Diese Teile des spätgotischen Kreuzgangs wurden 1525 im Bauernkrieg zerstört, als das Kloster überfallen und geplündert wurde. Ost- und Südflügel wurden später nicht wieder aufgebaut.

Links das Mühlsteinwappen des Abtes Laurentius Autenrieth und rechts das Lorcher Klosterwappen

Links das Wappen von Abt Autenrieth, rechts das Klosterwappen

Gegen die Aufhebung des Klosters

Mitten im Bauernkrieg wurde Laurentius Autenrieth zum Abt gewählt. Nach dem Abzug der Aufständischen ließ er Renovierungsarbeiten durchführen und die Stauferbilder in der Klosterkirche anbringen, um an die lange Tradition des Klosters zu erinnern. Autenrieth kämpfte jahrelang gegen die Reformation und setzte sich intensiv für den Erhalt seiner Abtei ein. Trotz dieses Widerstands löste Herzog Ulrich von Württemberg 1535 die Klostergemeinschaft mit der Einführung der Reformation auf. Die Mönche mussten Lorch verlassen und das Kloster wurde zur evangelischen Klosterschule umfunktioniert.

Programm zum Themenjahr 2025 im Kloster Lorch

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Kloster Lorch

Aufständische Bauern im Kloster Lorch
Nächster Termin: Montag, 21.04.2025, 15:00
Preis: Pro Person 5,00 € (zuzüglich Eintritt)

Weitere Informationen zu diesem Angebot
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Themenjahr 2025Macht und Widerstand

Vor 500 Jahren erhob sich der „gemeine Mann“ im sogenannten Bauernkrieg gegen die Obrigkeit. Für Jahrhunderte gab es immer wieder Konflikte gegen die Herrschenden – die Spuren davon sind bis heute in den Monumenten zu sehen. Das Themenjahr 2025 zeigt das Ringen um Freiheit und Gerechtigkeit auf.

Themenjahr 2025 - Macht und Widerstand